Der Designer August Endell

Allein die Größe des geplanten Hofgeflechts am Hackeschen Markt genügte nicht, um als eine architektonische Besonderheit im boomenden Berlin der Gründerzeit zu gelten. Die Fassade an der Rosenthaler Straße wurde mit der für die wilhelminische Epoche üblichen, opulenten Stuckverzierung versehen. Der erste und repräsentativste der Hackeschen Höfe sollte sich aber durch eine besondere Gestaltung auszeichnen. 
Der Architekt Kurt Berndt, ein begeisterter Anhänger des Jugendstils, beauftragte den durch seine aufsehenerregende Gestaltung des Münchener Fotoateliers »Elvira« bekannt gewordenen Architekten, Philosophen und Ästheten August Endell mit der Aufgabe »...die Fassade für den ersten Hof zu zeichnen und die Entwürfe für die gesamte Dekoration des inneren Aufbaus zu liefern.«

Oben: 1904 August Endell
Rechts: 1900 »Atelier Elvira«, München